Einen Newsletter zu verschicken ist heutzutage anspruchsvoller geworden, da zum einen rechtliche Hürden wachsen und die Informationsflut immer mehr zunimmt. Sie kennen das sicherlich aus eigener Erfahrung: Beim Wort Newsletter assoziiert man oft genug Spam oder Junk Mail und vertraut auf seinen Mail-Provider, dass der Spam-Filter engmaschig genug arbeitet um nicht zu viel Zeit mit dem Löschen von uninteressanten Mails aufwenden zumüssen. Wenn Sie die nachfolgenden Punkte beachten, erhöhen Sie jedoch die Chance auch Ihre Adressaten zu erreichen und die gewünschte Wirkung zu erzielen:

5 Schritte für die Erstellung von E-Mail Newslettern

1. Die richtige Betreffzeile

Der Inhalt der Mail sollte klar formuliert werden um Interesse zu wecken. Vielleicht wollen Sie ja auf Rabatte oder ein zeitlich begrenztes Angebot hinweisen, dann nennen Sie das Datum und nicht nur den Wochentag (20% Rabatt auf xxx bis zum 23. Februar). Vermeiden Sie aber Schlagwörter wie „gratis“ oder „kostenlos“ – das fischen die Spam-Filter der Mailprovider direkt raus. Auch sollten Sie die Länge des Betreff im Auge behalten, da verschiedene Provider und Anzeigemodi die Länge der Betreffzeile beschneiden. Generell sollten Sie 40 Zeichen nicht überschreiten und Ihre wichtigen Schlagwörter daher an den Anfang stellen. Sparen Sie Platz im Betreff in dem Sie den Absender nicht noch einmal erwähnen, da dieser ja meist eh dem Empfänger angezeigt wird. A propos Anzeige: Unterschiedliche Provider erkennen Sonderzeichen und Umlaute nicht und es kann zu Darstellungsproblemen kommen, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

2. Personalisierte Anrede und Absender

Nutzen Sie die Möglichkeit der persönlichen Ansprache bei der Anrede! Sie kennen Ihre Kunden am Besten und können entsprechend entscheiden, ob Sie die Du Form wählen oder Ihre Adressaten lieber förmlich anreden. Die Anredeform sollten Sie daher bereits bei der Einrichtung der Datenbank berücksichtigen. Auch der Absender sollte personalisiert sein und einen direkten Ansprechpartner beinhalten. Wenn ich Marketingmails mit dem Absender donotreply@ oder info@ erhalte, bin ich schon eher geneigt diese zu löschen als wenn da ein echter Ansprechpartner steht.

3. Inhalt und Aussehen

Was für die Immobilie die Lage ist, gilt beim E-Mail Marketing für den Inhalt, neudeutsch Content! Erst der Inhalt macht die Mail wertvoll und daher achten Sie darauf möglichst viel Mehrwert zu bieten und nicht nur Eigenwerbung für Ihr Unternehmen. Bedenken Sie zudem, dass eine Mail kürzer gefasst werden soll als ein Brief und Sie sich knapp fassen. Nicht zuletzt weil ein großer Teil der Mails auf mobilen Geräten gelesen wird und der Empfänger nicht seitenweise weiter scrollen möchte. Zur Auflockerung sollten Sie gezielt mit Bildern arbeiten (aber nicht überfrachten) und Aufmerksamkeit mit gut sichtbaren Buttons erzielen um zum anklicken zu animieren. Wenn Sie etwas kostenlos abzugeben haben, steigern Sie den Wert Ihrer Mail enorm, denn wer möchte nicht gerne etwas geschenkt bekommen? Heben Sie dies farblich hervor und wecken Sie die Neugier Ihrer Empfänger. Dabei kann es sich um Warenproben, Werbegeschenke oder praktische Tipps und Checklisten handeln. So rufen Sie Ihre Empfänger auf, etwas zu tun um mit Ihnen in Verbindung zu treten – eine sogenannte Call-to-Action gehört daher unbedingt in Ihre Mail. Aber auch hier gilt: weniger ist mehr und vermeiden Sie es, damit verschwenderisch umzugehen. Mehr als eine Aktion sollte es nicht sein und die sollte an prominenter Stelle auffällig platziert werden. Entweder an den Anfang oder am Ende des Textes.

4. Technische Voraussetzungen E-Mail Newsletter

Wie bereits erwähnt, werden die Mails zum großen Teil auf mobilen Endgeräten gelesen. Daher ist es wichtig, bei den Vorlagen für die Mails darauf zu achten, dass sich diese an das Wiedergabeformat anpassen. Die Lösung nennt sich „responsive Design“ und bewirkt, dass sich die Darstellung entsprechend des Endgeräts anpasst. Eine Mail die sich auf einem Smartphone nicht lesen lässt, wird auch nicht gelesen und hat ihre Wirkung verfehlt. Und schon sind wir bei der Frage, wie man das alles gewährleisten kann: responsive design, Layout, Empfängerdatenbank, rechtssicher versenden (Opt-In), Erfolgskontrolle. Dafür gibt es speziell auf E-Mail Marketing spezialisierte Dienstleister, die all dies berücksichtigen und wo E-Mail-Kampagnen in unterschiedlicher Tiefe verwaltet werden können. Die Auswahl ist abhängig vom Umfang der Aktivitäten und vom Budget, sowie auch von der Bedienungsqualität. Die Auswahl ist entsprechend groß und kann recht unübersichtlich sein. Ein Qualitätskriterium kann aber sein, dass man einen CSA zertifizierten Anbieter wählt (https://certified-senders.org/de/). Das hat zum einen den Vorteil, dass Sie dort eine Übersicht über die seriösen Anbieter finden und – noch wichtiger – haben sich die zertifizierten Anbieter einer Prüfung unterzogen und sind auf einer sogenannten Whitelist, welcher sich die Mailprovider bedienen um Spam herauszufiltern. Leider bilden da zwei große Player die Ausnahme: Google mit Gmail und Microsoft mit Outlook. Dennoch ist man gut beraten auf solch einen Anbieter zu setzen.

5. Timing der Newsletter

Wann ist im Vertrieb die beste Zeit, um einen Kunden zu kontaktieren? Vom 1. Januar bis 31. Dezember 😉

Beim Mailversand kann man vortrefflich streiten, wann die beste (Tages)Zeit für den Versand ist. Dort gibt es viele verschiedene Meinungen und letztendlich kommt es auf die Empfängerliste an. Im B2B Bereich erreichen Sie Ihre Leser am besten morgens und im Endkundengeschäft hat sich die Zeit von 20 bis 22 Uhr als beste Zeit herausgestellt. Da es aber auch auf das Alter und andere demographische Merkmale ankommt, sollten Sie etwas experimentieren und die Mails zu verschiedenen Uhrzeiten und an verschiedenen Wochentagen versenden. In der Erfolgskontrolle können Sie dann die Öffnungs- und Klickraten miteinander vergleichen und den für Sie idealen Zeitpunkt herausfinden.

https://morethandigital.info/erfolgreiches-e-mail-marketing-fuer-kmus-und-selbststaendige-newsletter-einfach-gemacht/